Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Alles rund um den URLAUB in Alanya, was sonst nirgends so richtig hinpasst

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Schlapser » Fr 25. Sep 2020, 00:06

Natürlich macht das Virus keinen Unterschied.
Aber man macht hier eine Gratwanderung.
Auf der einen Seite die Touris,auf der Anderen die Infektionszahlen.Alle alten Touris kann man schlecht einsperren.
Nix machen geht auch nicht.
Also den Mittelweg wählen,alte Touris raus,alte Türken ins Haus.
Schlapser
Schlapser
 
Beiträge: 449
Registriert: So 29. Mär 2009, 19:44
Wohnort: Ludwigshafen

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Clara » Fr 25. Sep 2020, 11:02

Hallo Alle,

mir kamen sofort die Worte "Apartheit" und "Diskriminierung" in den Kopf. Mit einem türkischen Paß muß man abends zu Hause bleiben. Mit einem ausländischen Paß (und ich vermute, daß auch Residenten zu Hause bleiben sollen) und gleichzeitig "Touri sein" darf man abends raus.

Ich habe mit Ü 65 - Freunden gesprochen, die morgens joggen. Was denkt Ihr: machen sie das morgens um 7 Uhr, wenn es zur Zeit noch kühl ist oder warten sie bis 10 Uhr, wenn es heiß ist?

Man kann natürlich auch sagen, daß als Ausgangssperre die Methode angewandt wird, die mehr Geld bringt. Viele Türken können inzwischen gar nicht mehr zum Essen gehen. Aber sie würden gern abends mit Freunden und Verwandten ihre Zeit verbringen. Die Residenten haben wohl im allgemeinen mehr Geld, aber sie geben vielleicht jetzt (nachdem zum Anfang viel Geld in das Niederlassen in der Türkei geflossen ist) nicht mehr ganz so viel Geld aus wie Touris. Das sind aber Vermutungen. Ich kenne keine Untersuchungen dazu.

Die Frage ist, ob ich dem Geld die Macht gebe solche Zustände zu erlauben. Und dann würde mich sehr interessieren, wohin das Geld der Touris dann so fließt. Ich selbst habe öfter Klagen von "kleinen" Geschäftsleuten gehört, daß die ausländischen Touris viel weniger ausgeben würden und das meiste Geld bei den großen Reiseunternehmen im In- und Ausland ankommen würde. Auch hier kenne ich keine Untersuchungen.

Was ich weiß: es spaltet, wenn man diese Art von Unterschieden macht. Es schmerzt. Es demütigt. Es ist nicht gut für das menschliche Miteinander.

Schönen Tag ohne Ungleichbehandlung
Clara
Clara
 
Beiträge: 123
Bilder: 0
Registriert: Fr 11. Dez 2015, 19:02

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Schlapser » Fr 25. Sep 2020, 20:26

Natürlich kann man alle gleich behandeln.
Also Touris auch einsperren.Dann sind aber bald keine mehr da.
Dann werden aber nicht nur viele Türken nicht mehr zum Essen gehen können,sondern alle ein sehr langes Gesicht machen und viele Bankrott dazu.
Oder alle raus lassen,dann verliert Antalya seinen Sonderstatus als Risikogebiet sowiewso,und wiederum sind alle weg.
Also,wie beschrieben ,gehen sie den Mittelweg um wenigstens etwas zu retten.
Schlapser
Schlapser
 
Beiträge: 449
Registriert: So 29. Mär 2009, 19:44
Wohnort: Ludwigshafen

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Clara » Sa 26. Sep 2020, 16:48

Hallo Alle,

wir haben alle ganz verschiedene Vorstellungen davon und Erwartungen daran, wie die Welt in der wir leben und uns wohl fühlen wollen, aussehen soll. Und jetzt einmal ganz unabhängig von dem Thema Ausgangssperre für Ü 65:

Interessanterweise gibt es nicht wenige Menschen, die ihre Werte, welche sie leben wollen und ihre Gedanken darüber, was ihnen wichtig ist, zu einem späteren Zeitpunkt (und damit meine ich jetzt nicht das Totenbett) sehr stark verändern.

Schönen Tag
Clara
Clara
 
Beiträge: 123
Bilder: 0
Registriert: Fr 11. Dez 2015, 19:02

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Haber » Sa 26. Sep 2020, 19:19

Clara hat geschrieben:

Interessanterweise gibt es nicht wenige Menschen, die ihre Werte, welche sie leben wollen und ihre Gedanken darüber, was ihnen wichtig ist, zu einem späteren Zeitpunkt (und damit meine ich jetzt nicht das Totenbett) sehr stark verändern.

Schönen Tag
Clara


Moin Clara,

das was du da schreibst ist ja fast philosophische Anthropologie, etwas das sich mit dem Wesen des Menschen befasst.

Und die Corona Pandemie wäre als Lehrfach wunderbar einzusetzen. Es geht ja nicht nur um jung oder alt, arm oder reich es geht in erster Linie
darum, wie man mit den Veränderungen, die ja stetig sind, umgeht.

Ich habe gerade wieder beim Meinungsforschungsinstitut Yuogov, Fragen zur Corona-Krise beantwortet und gemerkt, dass beim Thema Reisen
eine völlig andere Zeit angebrochen ist. Ich glaube es wird nie wieder so sein wie es mal war. Vieles hat sich ja auch vor Corona schon geändert.
Zum Beispiel eine simple Sache beim Einchecken auf dem Flughafen...Frage: "Wollen sie einen Raucherplatz?"..... und in Alanya wurde noch
nachts um vier auf der Straße getanzt....wer konnte, laute Musik war auf jeden Fall da.

Die Ausgangssperre der 65 jährigen geht vorüber.....vieles was Spaß machte war schon vorher weg und kommt auch nicht wieder. Die FfF-Kiddys
sorgen schon dafür.

Friday for Future Meinung: Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Deutschland mit Krisen umgehen kann, auch wenn dies mit Verzicht verbunden sei.
Das müsse auch für die Klimakrise gelten, etwa indem man aufs Fliegen verzichtet...."Güle, güle Türkiye!?"
"Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird" Laotse, chinesischer Philosoph
Benutzeravatar
Haber
 
Beiträge: 1149
Bilder: 7
Registriert: Fr 17. Feb 2017, 03:08
Wohnort: Weltbürger

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Schlapser » Sa 26. Sep 2020, 19:39

Hauptursache der Klimakrise ist die Überbevölkerung der Erde.
Und ich soll das mit Verzicht ausbaden.Hab das nicht verursacht.
Schlapser
Schlapser
 
Beiträge: 449
Registriert: So 29. Mär 2009, 19:44
Wohnort: Ludwigshafen

Re: Ausgangssperre für Ü 65 halbiert

Beitragvon Clara » So 27. Sep 2020, 12:31

Hallo Alle,

ja, es hat sich in den letzten 6 Monate für viele Menschen sehr viel verändert. Für nicht wenige dramatisch viel. So bemerke ich es auf jeden Fall in meiner Familie, meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Was die Zukunft bringt - wer hat schon die Glaskugel?

Und beim Thema "Fliegen" fällt mir gerade das Auto ein, daß zu Beginn der 90er Jahre ein 2 bis 3 Liter - Auto vorgestellt wurde. Ein paar Leute haben behauptet, daß wäre so nicht möglich. Dann verschwand es in der Versenkung.

Es gibt aber auch Menschen, die etwas ändern, was andere für nicht möglich gehalten hätten.

Bei der Frage, wer denn Verursacher von schädlichen Gegebenheiten ist, da sind es doch sehr oft die anderen. Aber es gibt inzwischen auch sehr viele Leute, die bei sich vor der eigenen Tür kehren.

Das gleich gilt für das Thema Verantwortung.

Und mal ganz salopp gesagt: wenn ich mich nicht mit so viel Produkten belaste, die für mich schon kurz nach Kauf unwichtig werden oder Kinder nicht mit Spielzeugen überschütte, die es ihnen schwer machen sich für etwas zu entscheiden, was ist daran Verzicht? Wenn ich ein paar Gewohnheiten ändere, kann das Ergebnis nicht auch ein Gewinn sein?

Schönen Tag
Clara
Clara
 
Beiträge: 123
Bilder: 0
Registriert: Fr 11. Dez 2015, 19:02

Vorherige

Zurück zu Sonstiges

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste